So erfuhren die Zuhörer, dass die Anlagen dank der verhältnismäßig günstigen Witterung im Winterhalbjahr nach einer Bauzeit von nur knapp drei Monaten erstellt werden konnten. Es handelt sich um Anlagen des Typs Vensys 120. Diese haben eine Nabenhöhe von 140 m und einen Rotordurchmesser von 120 m, d.h. wenn ein Windflügel senkrecht oben steht, ist die Anlage 200 m hoch. Die Höhe dient dazu, den Wind möglichst optimal zu nutzen. Die drei Anlagen verfügen zusammen über eine maximale Leistung von 9 Megawatt. Rein rechnerisch können durch die Anlagen künftig ca. 6.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden. Der Strom wird mittels eines getriebelosen Generators erzeugt und im Anlagenturm transportfähig aufbereitet und über eine Kabeltrasse im Umspannwerk Pfullendorf ins Netz eingespeist. Die zugrundeliegenden Windmessdaten wurden über einen Zeitraum von vier Jahren von der Firma Escad erhoben.

In der sich anschließenden Fragerunde wurde als erstes die Frage gestellt, warum ein Windrad sich nicht drehe, obwohl ein mäßiger Wind herrscht. In dieser Anlage gebe es derzeit noch ein elektronisch-technisches Problem, weshalb die Anlage den Probelauf noch nicht vollständig absolviert hätte. Dieses Problem soll in dieser Woche behoben werden.

Danach wurde sehr schnell deutlich, dass sich nicht nur Windkraft-Freunde an der Anlage zusammengefunden hatten. Es wurde sehr kritische, auch emotionale Fragen gestellt hinsichtlich der Gesundheitsverträglichkeit des von den Anlagen erzeugten Infraschalls. Herr Böhm betonte, dass einerseits die Erbauer der Anlagen selbstverständlich alle notwendigen genehmigungstechnischen Vorgaben erfüllt hätten, sonst hätten sie gar nicht bauen dürfen. Und VenSol als Betreiber der Anlagen erfülle natürlich alle gesetzlich vorgegebenen Maßgaben. Wenn diese unzulänglich erschienen, müssen man die Unzufriedenheit bei den entsprechenden Stellen, zum Beispiel dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde, kundtun. Im Übrigen machte er darauf aufmerksam, dass alle technischen Anlagen Infraschall erzeugten und unsere moderne Lebensweise mit ihrem hohen Energieverbrauch immer Umwelt-Emissionen erzeuge, vom Auto bis zum Kühlschrank. Und die Windkraft sei anerkanntermaßen eine der saubersten und sichersten Energiequellen.

Nach weiteren kritischen Fragen zur Wirtschaftlichkeit der Anlagen, zur Unzuverlässigkeit der Wind-Stromerzeugung usw. und einigen technischen Fragen, musste Michael Zoller aufgrund der fortgeschrittenen Zeit dann doch die Rednerliste schließen. Er bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Erscheinen und engagiertes Mitmachen und bei den beiden Referenten für Ihr kommen und die Informationen. Er überreichte ihnen zu Abschied ein kleines Präsent aus dem Weltladen Pfullendorf und beschloss die Informationsveranstaltung.

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